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RSG Neuigkeiten

Nachfolgend informieren wir über wichtige und weniger wichtige Kanzleiinterna.
09. Mai 2019

Unsere Kanzlei ist am 31. Mai 2019 geschlossen:

Am 31. Mai 2019 bleibt unsere Kanzlei geschlossen.
Wir sind für Sie wieder ab Montag, den 03. Juni 2019 zu den gewohnten Zeiten zu erreichen.
Wir bitten um Beachtung.
14. Feb 2019

Umsatzsteuerliche Behandlung von (Geschenk-)Gutscheinen ab dem 01.01.2019

Ab dem 01.01.2019 gelten für (Geschenk-) Gutscheine neue EU-weite Regelungen.

Definition (Geschenk-) Gutschein?
⦁ ein Gutschein liegt vor, wenn der Inhaber berechtigt ist, diesen
Gutschein als Zahlungsmittel zur Einlösung von Dienstleistungen oder
Gegenständen zu verwenden
⦁ Preisnachlasscoupons oder Rabattcoupons sind keine Gutscheine in
diesem Sinne

Neuregelung ab dem 01.01.2019
Gutscheine werden unterteilt in „Einzweck-Gutscheine“ und „Mehrzweckgutscheine“.

Einzweck-Gutschein ist ein Gutschein, bei dem der Ort der Lieferung (Gegenstände)
oder der sonstigen Leistung (Dienstleistung) und die geschuldete Umsatzsteuer zum
Zeitpunkt des Ausstellens schon feststeht.
⦁ bei Einzweck-Gutscheinen wird die Umsatzsteuer bereits zum Zeitpunkt des
Ausstellens fällig
Mehrzweck-Gutschein ist ein Gutschein bei dem die Voraussetzungen des Einzweck-
Gutscheins nicht vorliegen.
⦁ bei Mehrzweck-Gutscheinen wird die Umsatzsteuer erst fällig, wenn die
Leistung erbracht wird, also der Gutschein eingelöst wird

Praxis Hinweise:
In der Regel liegen Einzweck-Gutscheine vor, wenn das Unternehmen keine Filialen
betreibt und nur Leistungen zu einem bestimmten Steuersatz anbietet (7% bzw. 19%).
Beispiel:
Ein Restaurant ohne Filialen verkauft nur Speisen und Getränke zu 19%
Umsatzsteuer.
Es wird ein Gutschein in Höhe von 100,00 Euro ausgestellt und die 100,00
Euro vereinnahmt.
Hier liegt ein Einzweck-Gutschein vor. Die Umsatzsteuer muss mit dem
Ausstellen/Verkauf des Gutscheins abgeführt werden.
Zum späteren Zeitpunkt, beim Einlösen des Gutscheins fällt dann keine
Umsatzsteuer mehr an.

Problematik:
Bei den elektronischen Kassen müssen evtl. Anpassungen vorgenommen werden.
Es ist notwendig, dass folgende Angaben aus dem Kassenbericht ersichtlich sind:
⦁ bei Verkauf des Gutscheins:
⦁ Einnahme jedes einzelnen Gutscheins separat mit
  „allen“ Angaben (Nummer, Ausstellungsdatum ….)
⦁ bei Einlösen des Gutscheins:
⦁ sollten die Tageseinnahmen den Wert des Gutscheins
beinhalten ist es notwendig eine Position im Bereich der
Einnahmen als Negativbetrag mit „allen“ Angaben (Nummer,
Ausstellungsdatum …) des Gutscheins aufzuführen
⦁ sollten die Tageseinnahmen den Wert des Gutscheins nicht
beinhalten, ist es unumgänglich Aufzeichnungen zu führen
(z.B. Gutscheinbuch) woraus hervorgeht, wann welcher
Gutschein für welche Gegenstände bzw. Dienstleistungen
eingelöst wurde

Was geschieht mit den „Alt-Gutscheinen“?

Hier gelten die „alten“ Regelungen weiter. Es kommt auf das Ausstellungsdatum an.
Es ist daher unerlässlich die zutreffenden Angaben jedes einzelnen Gutscheines aus
den Kassensystemen bzw. Aufzeichnungen erkenne zu können.
Die Unterlagen bzw. die Angaben sind regelmäßig/laufend in der Finanzbuchhaltung
zur erfassen.


Das Thema Gutscheine ist speziell und im Einzelfall zu beurteilen. Des Weiteren ist
die Verfahrensdokumentation diesbezüglich zu überarbeiten.
Bei auftretenden Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Vereinbaren Sie
doch ein Gesprächstermin unter 02761-92480. Wir helfen Ihnen gerne weiter.